Odenwaldrundfahrt

Erbach

Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort im Jahre 1095 im Lorscher Codex. 1180 errichteten dort dessen erste Besitzer im Tal der Mümling eine Wasserburg.  Der Ort war später zusammen mit dem Schloss von einer Stadtmauer umgeben und Residenzstadt der Grafen zu Erbach-Erbach. Stadtrechte seit 1560. Die Stadtkirche ersetzte 1750 die alte Stadtkapelle von 1370. Dem letzten regierenden Graf Franz I. ist die Einführung der Elfenbeinschnitzerei im Jahre 1783 zu verdanken. 1806 wird Erbach Sitz einer hessischen Verwaltung. Seit 1822 Kreisstadt. Berühmt und absolut sehenswert ist das Deutsche Elfenbeinmuseum.

Michelstadt

Michelstadt wurde im Jahre 741 n. Chr. erstmals durch den fränkischen Meier (Fürst) Karlmann, den Onkel Karls des Großen, als Michlinstad (althochdeutsch: die große Siedlung) urkundlich erwähnt. Michelstadt zählt zu den ältesten Siedlungen des inneren Odenwaldes. Seine Burg ist aus einem fränkischen Gutshof hervorgegangen. Als fränkisches Königsgut schenkte es im Jahre 741 Fürst Karlmann dem Bonifatiusschüler Burkard, dem ersten Bischof von Würzburg. Nach dessen Tod im Jahr 791 ging das Gebiet wieder an die fränkische Königskrone zurück.

815 schenkte Ludwig der Fromme das Gebiet dem Biographen Karls des Großen, Einhard und seiner Gemahlin Imma, die es im Jahre 819 an das Kloster Lorsch weitervermachten. Einhard ist der Erbauer der Einhardsbasilika. Im Jahre 1806 kam Michelstadt mit der Grafschaft Erbach zum Großherzogtum Hessen. Das Michelstädter historische Rathaus aus dem Jahre 1484  zählt zu den schönsten und bedeutendsten Fachwerkbauten Deutschlands. Die heutige Stadtkirche aus dem 15./16. Jahrhundert n. Chr. wurde dem Erzengel Michael und dem heiligen Kilian geweiht. Zuvor stand hier eine kleine Holzkirche der Iroschotten.

Der Bau der Eisenbahnlinie − auch Odenwaldbahn genannt − und ihre Fertigstellung 1870 nach Darmstadt sowie die Weiterführung 1881 nach Eberbach brachte für Michelstadt einen starken wirtschaftlichen Aufschwung.

Lindenfels

Im Jahr 1123 wurde Lindenfels als Besitz des Klosters Lorsch erstmals urkundlich erwähnt. Seitdem gehörte der Ort nahezu 600 Jahre lang zur Kurpfalz und war Sitz eines Oberamtes. 1336 verlieh Kaiser Ludwig IV. Lindenfels die Stadt- und Marktrechte. 1563 zerstörte ein großer Brand etliche Häuser in Lindenfels. 1802, nach dem Zerfall der Kurpfalz, kam Lindenfels zum Großherzogtum Hessen und war von 1821 bis 1832 Sitz des Landratsbezirkes Lindenfels und 1852–1874 Kreisstadt des Kreises Lindenfels. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Lindenfels zur amerikanischen Besatzungszone. 

Das Prädikat heilklimatischer Kurort wurde Lindenfels im Jahr 1969 verliehen

Deutsches Drachenmuseum

Geschichten um den Drachen, Bilder von diesem Fabelwesen, die Sagen und Mythen aus der ganzen Welt, sollten irgendwo gezeigt werden. Das ist jetzt in Lindenfels, im Odenwald geschehen. Drachenfreunde und Sammler haben sich zu einem Verein zusammen getan und ein Drachenmuseum in einem historischen Haus, eingerichtet. Im Odenwald an einer Quelle, vielleicht sogar am Lindenfelser Nibelungenbrunnen, fand der Drachentöter Siegfried sein Ende. 

Bilder der Rundfahrt